Einkommensnachweis für die Kreditvergabe

Um das Ausfallrisiko eines Kredites so gering wie möglich zu halten, prüfen Banken die Kreditwürdigkeit bzw. Bonität eines potentiellen Kunden vor der Darlehensvergabe ganz genau. Durch diese Prüfung möchte die Bank sicherstellen, dass der Schuldner während der gesamten Tilgungsphase in der Lage ist, die fälligen Monatsraten an die Bank zu überweisen. Eines der wichtigsten Kriterien, bei der Bemessung der Bonität ist das Einkommen des Verbrauchers. Vor der Kreditvergabe muss der Antragssteller der Bank beweisen, dass er über ein regelmäßiges und ausreichendes Einkommen verfügt, um die Tilgung zu bewerkstelligen. Angaben über sein monatliches Einkommen muss der Verbraucher bereits bei der Kreditanfrage machen. Da die Bank sich nicht auf die Ehrlichkeit der Verbraucherangaben in der Antragsstrecke des Kreditvergleiches verlassen kann, müssen diese Angaben durch bestimmte Dokumente belegt werden. Welche Unterlagen ein potentieller Kreditnehmer der Bank für diesen Beweis vorlegen muss, variiert von Bank zu Bank und ist zudem von der Berufsgruppe des Verbrauchers abhängig.

Angestellte und Arbeiter beziehen jeden Monat ein regelmäßiges und meist gleichbleibendes Gehalt. Daher begnügt sich die Bank bei diesen Antragsstellern mit dem Einkommensnachweis, durch die Gehaltsabrechnungen der letzten zwei bis fünf Monate. Da Selbstständige und Freiberufler oftmals kein gleichbleibendes und regelmäßiges Einkommen beziehen, müssen diese Verbraucher ihr Einkommen über andere Dokumente nachweisen: Je nach Bank müssen diese Verbraucher der Bank die letzte Bilanz, eine Gewinn-und-Verlustrechnung oder eine betriebswirtschaftliche Auswertung vorlegen, um einen Kredit gewährt zu bekommen. Durch die vorgelegten Unterlagen kann die Bank zudem herausfinden, ob die Einkommens-Angaben des Verbrauchers in der Darlehensanfrage korrekt waren. Stellt sich durch die Bonitätsprüfung heraus, dass der Verbraucher im Kreditantrag gelogen hat, wird sie den Finanzierungswunsch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit komplett ablehnen. Es ist daher für Verbraucher niemals ratsam, in der Antragsstrecke falsche Angaben zur persönlichen Vermögenssituation zu machen.

Abgesehen von der Bonitätsprüfung ist der Einkommensnachweis für die Bank eine wichtige Grundlage zur Berechnung der monatlichen Tilgungsrate. Mithilfe der Unterlagen erstellt die Bank eine Haushaltsrechnung für den Verbraucher, in der sämtliche, regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt werden. Die verbleibende Differenz ist die maximale Tilgungsrate, die der Verbraucher monatlich für die Rückzahlung des Darlehens an die Bank aufbringen kann. Bei der Bemessung der Kreditrate ist es jedoch immer wichtig, zu berücksichtigen, dass der Verbraucher den Tilgungsbetrag jeden Monat ohne große Anstrengungen aufbringen kann.

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